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Abschluss der Projekttage 06.07.2016

6. Juli 2016, Porta Westfalica, RS Hausberge

Im Pädagogischen Zentrum der Realschule Hausberge wimmelt es pünktlich um 10 Uhr von Schülerinnen und Schülern, Eltern, Freunden und natürlich auch Kolleginnen und Kollegen (sogar ein paar Ehemalige schauen vorbei, was mir gut gefällt), auf den Fluren herrscht ausgelassene Stimmung und in allerhand Klassenräumen kann ich die Ergebnisse der Projekttage begutachten und bekomme hilfreiche Informationen. Ich starte meinen Rundgang von Windeln geleitet im ersten Obergeschoss und bekomme von Katarina aus dem Elternpraktikum gleich eine Instruktion zu den verschiedenen Babypuppen. Es erschreckt mich, wie leicht ein Neugeborenes mit Mangelerscheinungen ist, und ich erschrecke ein zweites Mal, als durch die Aktivierung der Babypuppe gezeigt wird, wie heftig die Säuglinge reagieren, die einen Entzug machen. Schön sind wiederum die Gestaltung des Raumes und die Fotodokumentation der Schülerinnen und Schüler, die deren Tage und Nächte mit den Babypuppen zeigen.

Mein Rundgang führt mich an den Modellbauern vorbei, die ihren Objekten den letzten Feinschliff geben oder fertige Modelle ausstellen. Nick zeigt mir seinen ADAC-Helikopter und ich erfahre, dass dieser zur Schwierigkeitsstufe 5 gehört…ganz schön gut! Ich kehre bei den Poetry-Slammern ein und genieße die zweite Schulrunde mit Dennis & Robin, die ich ja gestern schon erleben durfte, Anna, Ines und Renee, die ihre Texte wirklich beeindruckend performen und durch ihre Fanclubs lautstark unterstützt werden. Annas Text, der einen ganz normalen klischeebehafteten rassistischen Alltag beschreibt, macht letztlich das Rennen, doch die Tiefe und Unterschiedlichkeit der Texte ist eigentlich das, was mich fasziniert. Vielleicht kann man die Rundensiegerinnen und -sieger ja wirklich beim BÜZ U20-Slam unter dem Motto „Hat es euch nicht geschmecket?“ auftreten und siegen sehen…das wäre klasse!

Ich schaue nochmal hier und da vorbei, werde immer wieder durch köstliche Düfte in verschiedene Flure gelockt: Die Ruandagruppe verkauft die wirklich leckeren Kokos-Waffeln, von den internationalen Gerichten stellt sich der griechische Honig als absoluter Renner heraus, Randy und Jan grillen mit dem Förderverein Würstchen und auch die VHS ist mit vollem und süßem Einsatz dabei. Nach einem Stopp am Cafeteriastand schlendere ich zu den Sporthelfern und überprüfe meine Dehnbarkeit, jongliere mit Tennisbällen und spiele mit dem Diabolo, was mir scheinbar keiner zugetraut hatte…ich ernte Applaus, was mich erfreut, und lasse die Kids leicht verstört zurück. Wir haben nun einmal alle verborgene Talente…

Im Sprachendorf bin ich kurzzeitig aufgeschmissen, weil ich die komischen Tafelanschriebe kaum entziffern kann, bis ich erfahre, dass es sich dabei um japanische Schriftzeichen handelt. Ich bin baff, dass so etwas Exotisches neben Türkisch, Griechisch, Russisch und Niederländisch präsentiert werden kann, und fühle mich herzlich willkommen geheißen. Ich verweile noch ein wenig im PZ, lasse mich von den getätigten Fotografien an Erlebnisse der letzten Tage erinnern und begebe mich ins lebhafte Lehrerzimmer, in dem ich auch immer mal wieder fleißige Helfer sehe, die die heiligen Hallen betreten. In diesen Tagen ist einfach alles entspannter…herrlich. Soeben wird der dritte und letzte Dichterwettstreit angekündigt und ich wäre gern dabei, um auch andere Slammer zu bestaunen, doch gut Ding will Weile haben und der Text muss ja fertig werden.

Viele Sportprojekte können nur durch Diashows, Plakate und Fotos präsentiert werden, da leider auf dem Schulgelände immer noch kein Tenniscourt oder Schwimmbecken vorhanden ist. Bis zum kommenden Jahr sollten wir dies bei der Stadt bemängeln… man darf ja auch mal träumen. Die GPS-Schnitzeljäger, von denen ich in den letzten Tagen häufiger berichtete, bieten vor Ort allerdings Geocaching an und die Bewegungsgruppe organisiert ein Stationenlernen auf dem Schulhof. So ist auch am Präsentationstag für jeden etwas dabei, ein vielfältiges Angebot tut schließlich gut.

Und mit diesen gelungenen Gedanken an vier ungewöhnliche Schultage verabschiede ich mich als Bloggerin der Projekttage 2016, bedanke mich bei allen fröhlichen Gesichtern und schönen Rücken, die sich vor die Linse meiner Kamera getraut haben, und bei meinen lieben Kolleginnen und Kollegen für die schönen Projektideen und zahlreichen Bilder.

Eure und Ihre

Kristina Henneking