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Schulchronik

Schulchronik ist ein anderes Wort für Schulgeschichte.

Gründung der Realschule

Der Rohbau für die neue Schulform in Porta Westfalica
Das Kollegium der Schule um 1976

Aufbau und Entwicklung der Schule 1967 bis 2007

Die Realschule Hausberge wurde am 1. August 1967 gegründet und ging aus dem seit 1949 bestehenden Aufbauzug hervor. Dieser umfasste die Jahrgänge 7 bis 10 und schloss mit der Mittleren Reife ab. Die neue Schule blieb zunächst in den alten Räumlichkeiten am Kirchhofsweg, erweitert durch zwei angemietete Räume im Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde am Kirchsiek und durch drei Pavillons, die zum Schuljahr 1969/70 auf dem Schulhof aufgestellt wurden. Diese provisorische Anfangsphase fand ihr Ende, als die Realschule am 7. September 1970 in das neue Gebäude an der Hoppenstraße umziehen konnte.

Das Kollegium unter der Leitung von Realschuldirektor Rudolf Prater zählte 1967 dreizehn Mitglieder, unterstützt von der damaligen Sekretärin Margret Klausmeyer und dem Hausmeister, Herrn Lettau. In den folgenden Jahren stieg die Schülerzahl schnell an das Kollegium vergrößerte sich, die Schulleitung wurde verstärkt durch den Konrektor Otto Kracht. Im Schulgebäude entstand Bedarf an neuen Klassenräumen: Ein Karten- und Lehrmittelraum, ein Religionsgruppen- und auch ein Fahrschülerraum wurden zu Klassenräumen umfunktioniert.

1975 übernahm Realschulrektor Hans Dieter Meier die Leitung der Schule. Die Zahl der Schülerinnen und Schüler erhöhte sich in den Folgejahren kontinuierlich, so dass die Suche nach neuen Klassenräumen weiterging. Erst 1980, als mit der Fertigstellung des benachbarten Gymnasiums dort zwei bis drei Räume bezogen werden konnten, hatten alle 24 Klassen Platz die ursprünglich als dreizügig geplante Realschule war auf vier Züge angewachsen. Die Untermiete beim Gymnasium konnte aber nicht auf Dauer in Anspruch genommen werden. Da war es gut, dass das Sprachlabor, das 1991 aufgegeben wurde, in einen normalen Klassenraum umgewandelt werden konnte. Nach einem späteren größeren Umbau finden wir heute dort unseren Musikraum. 1987 wurde Herbert Wiese Realschulkonrektor, 1988 löste Frau Irene Neermann die bisherige Schulsekretärin als neue Kraft ab. In Gemeinschaftsarbeit von Eltern, Lehrern, Schülern und dem damaligen Hausmeister Horst Fahrmeier (genannt Shorty) entstand 1989 ein Verkaufskiosk, der noch heute bei Schülern gefragte Pausenanlaufstelle ist.

Das 25-jährige Jubiläum der Schule wurde 1992 im Rahmen eines Schulfestes gefeiert. Durch weiter steigende Schülerzahlen waren die folgenden Jahre geprägt von baulichen Veränderungen. Im Kellerbereich wurden 1994 neue Kunsträume und ein zusätzlicher Klassenraum geschaffen, der bis dahin im Erdgeschoss liegende Kunst- und auch ein Werkraum zu Klassenräumen umgewandelt. Viele Räume wurden komplett renoviert, Deckenverkleidungen in den Fluren und ein Teil der Fenster erneuert, weitere Fluchtwege aus Sicherheitsgründen eingerichtet. Im Jahr 2000 erfolgten die Installation einer neuen Heizungsanlage und der Einbau neuer Brandschutztüren auf allen Fluren. In dieser Zeit gab es auch einige personelle Veränderungen: 1995 wurde Gerd Elzemann Hausmeister und ist bis heute unser Schulhausverwalter. Elke Ovesiek übernahm 1998 das Schulsekretariat, Dieter von Otte trat im Jahr 2000 die inzwischen eingerichtete zweite Konrektorstelle an.

Auch im Bereich der Unterrichtsorganisation durchlief die Realschule verschiedene Entwicklungsstadien: Erhielten in den Anfangsjahren alle Schülerinnen und Schüler eines Jahrgangs Unterricht in denselben Fächern, so wurde ab 1970 in den Jahrgängen 9 und 10 differenziert, d.h. die Schülerinnen und Schüler wählten ihrer Begabung entsprechend einen Neigungskurs. Neben den Klassenverbänden kam es somit zur Bildung zusätzlicher, kursbezogener Lerngruppen. Hier war zunächst die Wahl zwischen Französisch und angewandter Mathematik/Physik möglich, später kamen Sozialwissenschaften, Kunst, Biologie und für einige Jahre auch Sport hinzu. Im weiteren Verlauf wurde die Differenzierung zunächst auf den Jahrgang 8, inzwischen auf den Jahrgang 7 vorgezogen. Die Schülerinnen und Schüler wählen dabei für vier Jahre einen der Kurse Französisch, Biologie, Kunst oder Sozialwissenschaften als zusätzliches Hauptfach.

1985 wurden die ersten Schritte im Bereich Informatik unternommen damals noch mit privat organisierten Rechnern. Inzwischen nutzen Schülerinnen und Schüler nicht nur hier, sondern auch in fast allen anderen Fächern den Computer als wichtiges Hilfsmittel. Der immer größer werdenden Nachfrage nach Stunden im Informatikraum werden die vor Jahren eingerichteten 16 Arbeitsplätze längst nicht mehr gerecht. Das war, gemeinsam mit der räumlichen Notlage der Naturwissenschaften und der geringen Anzahl an Klassenräumen insgesamt, der entscheidende Grund dafür, dass im Jahre 2004 eine größere Umbaumaßnahme begann, die das Gesicht der Realschule deutlich veränderte. Das Gebäude wurde nach Westen hin erweitert und in diesem Bereich um ein Stockwerk erhöht, mit dem Richtfest am 3.November 2005 war der erste Bauabschnitt beendet. Der Verwaltungstrakt mit den Räumen für die Schulleitung, das Kollegium, die Sekretärin, den Hausmeister sowie die sanitären Anlagen wurde neu gestaltet und konnte zur Freude aller zu Beginn des Schuljahres 2006/07 bezogen werden. Das pädagogische Zentrum wurde nicht nur farblich aufgefrischt, sondern auch in seinem Grundriss erneuert und durch eine Schülerbibliothek ergänzt. Mit dem neuen Schuljahr können im ersten Stock zwei neue Informatikräume mit je 30 Arbeitsplätzen und zwei weitere, nach modernsten Gesichtspunkten gestaltete naturwissenschaftliche Räume genutzt werden.

Auch in der Leitung der Realschule Hausberge hatte es inzwischen eine grundlegende Veränderung gegeben: Im Sommer 2004 war Hans Dieter Meier nach knapp 30 Jahren in den Ruhestand verabschiedet worden. Nachfolgerin und damit neue Realschulrektorin wurde Sabine Bermpohl-Godek.

Im Rahmen der Unterrichtsentwicklung hat sich die Schule nun einem Programm verschrieben, mit dessen Hilfe die Schülerinnen und Schüler zeitgemäß auf ihre Zukunft vorbereitet werden sollen. Hier erwerben sie neben einer soliden fachlichen Grundbildung auch methodische, soziale und mediale Kompetenzen mit dem Ziel, das selbstgesteuerte Lernen und eigenverantwortliche Arbeiten zu fördern. In regelmäßigen Abständen werden die eingeleiteten schulischen Entwicklungsprozesse evaluiert, um den Erfolg der unterrichtlichen und erzieherischen Arbeit zu überprüfen.

1967 bis 2007 vier Jahrzehnte, in denen sich die Realschule Hausberge einen festen Platz in der Schullandschaft der Stadt Porta Westfalica erobert hat. Sie kann sich selbstbewusst den wachsenden Anforderungen an die Ausbildung junger Menschen im 21. Jahrhundert zu stellen!

Erweiterungsbau 2007

Richtfest des neuen Gebäudeteils im Sommer 2007
Blick zum Lehrerzimmer
Der neue Verwaltungsbereich

Neues Gesicht zum 40-jährigen Geburtstag

Rechtzeitig zum 40-jährigen Jubiläum ist der Erweiterungsbau der Realschule Hausberge fertig gestellt und verleiht der Schule nun sowohl von innen als auch von außen ein verändertes Outfit. Nach zweijähriger Bauzeit sind die neuen Räume endlich eingerichtet und können ab dem Schuljahr 2007/08 für den Unterricht genutzt werden. Damit hat die Bauphase insgesamt ein Jahr länger gedauert als ursprünglich geplant.

Zur Erinnerung: Nachdem wegen steigender Schülerzahlen seit Jahren akute Raumnot an der Realschule Hausberge geherrscht hatte, begann im Sommer 2005 die seit langem geplante Baumaßnahme zur Erweiterung. Damit reagierte die Stadt Porta Westfalica als Schulträgerin auf die inzwischen solide gewachsene 4-Zügigkeit der Schule, die 1967 ursprünglich dreizügig geplant und gebaut worden war. Schon wenige Jahre nach der Schulgründung zeichnete sich damals ein zusätzlicher Raumbedarf ab. Zahlreiche Provisorien und Behelfslösungen begleiteten die Schüler und die Lehrer während der vergangenen Jahre. So wurden kleine, ursprünglich für 10 bis 15 Schüler ausgelegte Gruppenräume zu Klassenräumen umfunktioniert, Klassenräume für den naturwissenschaftlichen Unterricht genutzt, Kunsträume in den Keller verlegt. Auch der Nachbar im Schulzentrum Süd, das Gymnasium, half zwischenzeitlich mit Leihräumen aus. Doch diese Zeit der Notbehelfe hat nun glücklicherweise ein Ende gefunden.

An der südwestlichen Seite des Schulgebäudes ist durch Aufstockung des Gebäudes und Schließen von Baulücken ein großzügiger Anbau entstanden, der 530 Quadratmeter neue Nutzfläche schafft. Darüber hinaus wurden 480 Quadratmeter im Bestand umgebaut und saniert. Während ebenerdig der umgestaltete Verwaltungsbereich mit Hausmeisterbüro, Schulleitungszimmer, Sekretariat, Konrektorzimmern, Konferenzraum, Lehrerzimmer und sanitären Anlagen zu finden ist, sind im Obergeschoss zwei naturwissenschaftliche Räume, zwei EDV-Räume und zwei neue Klassenräume untergebracht. Hinzu kommt das erweiterte und farbenfroh gestaltete Pädagogische Zentrum, an das sich direkt eine neue Schülerbibliothek anschließt.

Natürlich war der laufende Schulbetrieb während der zweijährigen Umbauphase durch zusätzliche Raumnot und Baulärm beeinträchtigt. So gab es z. B. Wanderklassen, die in dieser Zeit keinen eigenen Klassenraum zur Verfügung hatten und zu jeder Unterrichtsstunde andere Räume aufsuchen mussten. Das Sekretariat war provisorisch in einem Klassenraum untergebracht, ebenso wie das Büro der Schulleiterin. Die Lehrerinnen und Lehrer mussten die Schulküche im Keller als Lehrerzimmer nutzen, was allerdings den Vorteil hatte, dass dort jede Lehrkraft über einen Sitzplatz verfügte − ein wahrer Luxus im Vergleich zu vorher. Doch nun ist die Zeit der Provisorien beendet. Alle Beteiligten haben die Unannehmlichkeiten der Baumaßnahme relativ unbeschwert und mit einer bewundernswerten Gelassenheit ertragen. Und was bedeutet schon ein wenig Baulärm angesichts der nun zur Verfügung stehenden neuen Räumlichkeiten?

Die Schulgemeinde freut sich über die Fertigstellung des Erweiterungsbaus. Das Lehren und Lernen in den großzügig und modern eingerichteten Klassen- und Fachräumen wird Schülern und Lehrern viel Freude bereiten, denn in einer solchen Lernumgebung fühlt sich jeder wohl und kann die Mühen der Anstrengung leichter ertragen. Herzlichen Dank an den Schulträger für das gelungene Geburtstagsgeschenk!